Feuerwehr Breungeshain - Feuerwehr Breungeshain nimmt umgebautes Feuerwehrhaus und neues Einsatzfahrzeug in Betrieb
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Von Stefan Weil

BREUNGESHAIN - Die Einweihung eines Feuerwehrhauses und die Indienststellung eines neuen Einsatzfahrzeugs sind für Feuerwehrleute besondere, allerdings auch seltene Tage. Die Freiwillige Feuerwehr Breungeshain konnte so einen Anlass am Samstag gleich doppelt feiern. Mit einem großen Fest, das am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür seine Fortsetzung fand, wurden der An- und Umbau des Gerätehauses und die Übergabe des neuen wasserführenden Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSFW) im Beisein zahlreicher Gäste gebührend begangen.

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Vereinsvorsitzender Marco Muth wies in seiner Ansprache auf die "lange Geschichte" der Baumaßnahme hin. Bereits vor zehn Jahren hätte eine Prüfkommission "erhebliche Mängel" festgestellt. "Daraufhin beschlossen wir, etwas zu tun", so Muth. Auf die erste Planung hätte die Stadt Schotten positiv reagiert. 2013, nach einer erneuten Prüfung "mit gleichem Ergebnis" habe der Magistrat das Projekt dann abgesegnet. Nach der Baugenehmigung rollten am 2. Mai 2015 die Bagger. "Das dann folgende, nicht in Worte zu fassende Engagement unserer freiwilligen Helfer hat alles übertroffen", erinnerte Muth. Bereits vier Wochen später sei das Dach fertig gewesen. Danach habe man mit den weiteren Arbeiten begonnen. "Das aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung stehende Geld war nur für den Anbau gedacht. Alles, was dann folgte, war zunächst nicht geplant", so Muth. So verlängerte man die bestehende Fahrzeughalle, hob das halbe Dach an, baute ein Rolltor ein und dämmte die Decke. "Zum Glück konnten wir auf eine Vielzahl von handwerklichen Fachleuten zurückgreifen", so Muth. Lediglich Heizung, Estrich und Toreinbau hätten professionelle Firmen ausgeführt. Insgesamt seien so seit 2015 3500 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden.
Freude auch bei Wehrführer Christoph Gall: "Endlich ist der lang ersehnte Tag gekommen." Die Planungen für ein neues Einsatzfahrzeug hätten vor drei Jahren begonnen. Das alte TSFW war 1990 in Dienst gestellt worden, aber sowohl nach Leistung und Ausstattung nicht mehr zeitgemäß. Das Neue habe vor allem einen 800 Liter umfassenden Wassertank. "Das macht uns bei einem Einsatz für den ersten Brandangriff unabhängig. Es ist ein wichtiger Schritt für einen umfassenden Brandschutz in Breungeshain", so der Wehrführer. Das Land Hessen hat das Fahrgestell finanziert. Den 62 000 Euro teuren Aufbau trage die Stadt. "Effektivität und Schnelligkeit unserer Feuerwehr werden erheblich gesteigert", betonte Gall, der in diesem Zusammenhang auch seinem Vorgänger Markus Appel dankte.

Bürgermeisterin Susanne Schaab lobte das große Engagement der Feuerwehrleute. Sie ging auf die lange Planungs- und Umsetzungszeit ein. "Das ist den Fragen der Finanzierung und den Rahmenbedingungen im Zusammenspiel mit den Behörden und planerischen Auflagen geschuldet", so Schaab. "Das neue Auto und das neugestaltete Haus sind keine Spielzeuge für die Feuerwehrleute", betonte Stadtbrandinspektor Jochen Wöllner. Vielmehr handele es um notwendige Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung.

Nach dem kirchlichen Segen hatten Wöllner und der Vertreter des Vogelsberger Kreisfeuerwehrverbands, Rudolf Massanetz, noch eine besondere Überraschung für einen verdienten Feuerwehrmann parat. Für seine großen Verdienste zeichneten sie Markus Appel mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber aus. Appel leitete von 1996 bis 1998 die Jugendfeuerwehr und war danach 20 Jahre Wehrführer. Geehrt für ihre langjährige Vorstandsarbeit wurden auch die ehemaligen Mitglieder Stefanie Burzak, Axel Hartmann und Manfred Adolph.

Veröffentlicht im Kreis-Anzeiger vom 17.06.2018

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